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EKG (Elektrokardiogramm)

Ein Elektrokardiogramm (EKG) ist eine einfache, schmerzfreie Untersuchung zur Messung der elektrischen Aktivität des Herzens. Dabei werden Elektroden auf Ihrer Haut angebracht, die die Bildung und Ausbreitung der elektrischen Erregung im Herzmuskel aufzeichnen. Das EKG zeigt, wie regelmäßig und stark Ihr Herz schlägt, und ermöglicht die Erkennung von Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen oder anderen Herzproblemen. Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten und ist völlig ungefährlich. Das EKG ist ein wichtiges Basisinstrument der Herzdiagnostik und kann uns frühzeitig Hinweise darauf geben, ob eine Herz-Erkrankungen vorliegt.

Herzfrequenzvariabilität (HRV)

Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) beschreibt die natürliche Schwankung des zeitlichen Abstands zwischen zwei Herzschlägen. Diese Variabilität ist Ausdruck der Anpassungsfähigkeit Ihres Herz-Kreislauf-Systems an innere und äußere Belastungen. Eine hohe HRV gilt als Zeichen für ein gesundes, flexibles Nervensystem und gute Stressresistenz. Eine niedrige HRV kann hingegen auf Stress, Erschöpfung oder Erkrankungen hinweisen. Die Messung erfolgt meist über ein Langzeit-EKG. Sie liefert wertvolle Informationen über das Gleichgewicht zwischen Aktivierung und Erholung (Sympathikus und Parasympathikus). Die HRV-Analyse hilft, den Einfluss von Lebensstil, Schlaf und Emotionen auf Ihre Herzgesundheit besser zu verstehen. Veränderungen der Herzfrequenzvariabilität über die Zeit helfen uns, die Effektivität einer Behandlung zu kontrollieren.

Langzeit-EKG (24-Stunden-EKG)

Das Langzeit-EKG ist eine spezielle Form des Elektrokardiogramms, bei der die elektrische Aktivität des Herzens über 24 Stunden oder länger aufgezeichnet wird. Dabei tragen Sie ein kleines, tragbares Aufzeichnungsgerät, das kontinuierlich die Herzströme registriert. Mit dem Gerät können Sie alle Alltags- und Sportaktivitäten durchführen und sogar duschen. So können Herzrhythmusstörungen erkannt werden, die in einer kurzen EKG-Aufnahme nicht auftreten. Das Verfahren ist schmerzfrei und beeinträchtigt Ihren Alltag kaum. Nach der Aufzeichnung werden die Daten ausgewertet, um unregelmäßige Herzschläge, Pausen oder zu schnelle bzw. zu langsame Herzfrequenzen festzustellen. Das Langzeit-EKG hilft uns besonders, um die Ursachen von Schwindel, Herzstolpern oder Ohnmachtsanfällen festzustellen. Es liefert uns auch wertvolle Hinweise zur Beurteilung der Herzfunktion im täglichen Leben.

Langzeit-Blutdruckmessung

Die Langzeit-Blutdruckmessung dient der kontinuierlichen Aufzeichnung Ihres Blutdrucks über 24 Stunden, um ein genaues Bild des Blutdruckverlaufs im Alltag zu erhalten. Dabei tragen Sie eine kleine Messbox mit einer Manschette am Oberarm, die regelmäßig – auch nachts – automatisch den Blutdruck misst. So können Schwankungen, Belastungsreaktionen und vor allem nächtliche Werte zuverlässig erfasst werden. Die Untersuchung ist schmerzfrei und erlaubt normale Alltagsaktivitäten. Sie hilft, einen eventuellen Bluthochdruck bei Ihnen sicher zu diagnostizieren oder die Wirksamkeit einer Therapie zu überprüfen. Auch eine sogenannte „Weißkittelhypertonie“ (erhöhter Blutdruck nur beim Arzt), welche vielleicht gar nicht behandlet werden muss, können wir damit erkennen. Sie gibt auch Hinweise über die Ursache einer Bluthochdruckerkrankung wie zum Beispiel ein Schlafapnoesyndrom. Mithilfe der Langzeit-Blutdruckmessung können wir Ihre Behandlung individuell verbessern und eine optimale Herz-Kreislauf-Vorsorge erstellen.

Ergometrie (Belastungs-EKG)

Die Ergometrie, oder auch Belastungs-EKG, ist eine Untersuchung zur Beurteilung Ihrer Herz-Kreislauf-Funktion unter körperlicher Belastung. Dabei fahren Sie auf auf einem speziellen Fahrrad-Ergometer, während kontinuierlich ein EKG geschrieben und der Blutdruck gemessen wird. So lässt sich erkennen, wie Ihr Herz und Ihr Kreislauf auf zunehmende Anstrengung reagiert und ob Durchblutungsstörungen oder Rhythmusstörungen auftreten. Die Belastung wird stufenweise gesteigert, bis eine festgelegte Herzfrequenz oder Belastungsgrenze erreicht ist. Die Ergometrie ist schmerzfrei und sicher, da sie ärztlich überwacht wird. Sie liefert wichtige Informationen zur Leistungsfähigkeit Ihres Herzens, Ihrer Blutdruckregulation und zur Kontrolle von Therapien oder Trainingseffekten.

Bioimpedanzmessung (Analyse der Körperzusammensetzung)

Die Bioimpedanzmessung ist ein modernes, schmerzfreies Verfahren zur Bestimmung der Körperzusammensetzung – insbesondere des Fett-, Muskel- und Wasseranteils. Dabei wird ein schwacher, für den Menschen nicht spürbarer elektrischer Strom durch Ihren Körper geleitet. Da Fett, Muskeln und Wasser den Strom unterschiedlich gut leiten, kann das Gerät daraus den prozentualen Anteil der einzelnen Körperkompartimente berechnen. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und erfolgt im Stehen über Elektroden an Händen und Füßen. Damit die Messung möglichst unverfälscht ist, sollten Sie einige Stunden nichts gegessen haben und eine Stunde vorher nichts mehr trinken. Ebenso muss die Blase leer sein. Die Messung liefert wichtige Informationen zur Beurteilung Ihres Ernährungszustands, Ihres muskulären Trainingszustandes sowie zur Verlaufskontrolle bei Gewichtsreduktion. Die Bioimpedanzanalyse ist eine einfache, sichere Methode, um die individuelle Körperzusammensetzung und den Gesundheitsstatus besser zu verstehen.

Herzultraschall (Echokardiographie)

Der Herzultraschall, auch Echokardiographie genannt, ist das wichtigste bildgebende Verfahren zur Beurteilung von Struktur und Funktion des Herzens. Mithilfe von Ultraschallwellen werden bewegte Bilder Ihres Herzmuskels, der Herzklappen und der Blutströmung erzeugt – völlig schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung. Die Untersuchung zeigt, wie gut Ihr Herz pumpt, ob die Klappen richtig öffnen und schließen und ob sich Veränderungen an Herzmuskulatur oder Herzgröße zeigen. Sie wird im Liegen durchgeführt und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Der Herzultraschall ist das zentrale Diagnostikinstrument bei Herzklappenfehlern, Herzschwäche oder unklaren Herzgeräuschen. Er liefert uns wichtige Informationen für die Diagnose, Verlaufskontrolle und Therapieplanung von Herzerkrankungen.

Stress-Echokardiographie (Belastungs-Herzultraschall)

Die Stress-Echokardiographie ist eine weiterentwickelte Form des Herzultraschalls, bei der die Funktion des Herzens unter Belastung beurteilt wird. Ziel ist es, Durchblutungsstörungen oder Funktionsschwächen zu erkennen, die in Ruhe oft unauffällig bleiben. Die Belastung wird durch ein Medikament erzeugt, welches langsam über eine Vene infundiert wird. Es beschleunigt den Herzschlag und  steigert die Herzarbeit. Währenddessen werden Ultraschallbilder Ihres Herzens aufgenommen und mit den Aufnahmen in Ruhe verglichen. So lässt sich beurteilen, wie gut Ihre Herzmuskulatur unter Stress durchblutet wird und ob bestimmte Areale geschwächt reagieren. Die Untersuchung ist sicher, wird ärztlich überwacht und liefert präzise Informationen über die Leistungsfähigkeit des Herzens – besonders bei Verdacht auf eine Durchblutungsstörung des Herzens. Ausserdem kann sie eingesetzt werden, um die Ausprägung einer Herzklappenerkrankung zu beurteilen.

Sonographie der Halsgefäße

Die Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße dient der Beurteilung der Blutgefäße, die Ihr Gehirn mit Sauerstoff versorgen – vor allem der Halsschlagadern (Carotiden). Mithilfe von hochauflösendem Ultraschall und der Doppler-Technik lassen sich Gefäßwandstrukturen, Blutflussgeschwindigkeit und eventuelle Engstellen (Stenosen) genau darstellen. Die Untersuchung ist schmerzfrei, risikolos und erfolgt ohne Strahlenbelastung. Sie ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Ablagerungen (Plaques) oder Durchblutungsstörungen, die das Schlaganfallrisiko erhöhen können. Besonders wichtig ist sie bei Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen oder erhöhten Blutfetten. Die Ergebnisse helfen, individuelle Vorsorgemaßnahmen und Therapien gezielt abzustimmen, um Ihre Gefäßgesundheit langfristig zu erhalten und Schlaganfälle zu verhindern.

Schrittmacher- und ICD-Kontrolle

Aktive Implantate sind elektronische Geräte, welche zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. Ein Schrittmacher behandelt einen verlangsamten Herzrhythmus, während ein implantierbarer Defi (ICD) gefährliche, schnelle Herzrhythmusstörungen behandelt. Um eine fehlerfreie Funktion dieser aktiven Implantate sicherzustellen, müssen alle Geräte regelmäßig kontrolliert werden. Diese Untersuchung erfolgt über spezielle Abnehmer, über welcher von außen die Funktion des Geräts abgefragt und kontrolliert werden kann. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.

Lungenfunktionsuntersuchung

Die Lungenfunktionsuntersuchung, auch Spirometrie genannt, misst die Leistungsfähigkeit Ihrer Lunge und das Volumen der ein- und ausgeatmeten Luft. Dabei atmen Sie über ein Mundstück in ein Messgerät, das Atemmenge und Atemfluss registriert. So kann beurteilt werden, wie gut Ihre Atemwege durchgängig sind und wie effektiv Ihre Lunge arbeitet. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und erfordert lediglich eine gute Mitarbeit beim Ein- und Ausatmen. Sie hilft, Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD zu erkennen und den Schweregrad zu bestimmen. Auch zur Kontrolle des Krankheitsverlaufs oder zur Beurteilung einer Therapie ist die Spirometrie wichtig

Oximetrie (Sauerstoffsättigungsmessung)

Die Oximetrie ist ein einfaches, schmerzfreies Verfahren zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut. Dabei wird ein kleiner Sensor – meist am Finger, seltener am Ohrläppchen – angebracht, der mithilfe von Lichtwellen die Sauerstoffsättigung des Hämoglobins ermittelt. Der Messwert zeigt, wie gut Ihr Körper mit Sauerstoff versorgt wird. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden und ist völlig ungefährlich. Sie wird häufig bei Atemwegserkrankungen, Herzproblemen oder zur Überwachung während Operationen eingesetzt. Die Oximetrie liefert wertvolle Hinweise auf die Funktion von Lunge und Kreislauf – schnell, zuverlässig und ohne Belastung für Sie.

Polygraphie (Schlaf-Atem-Screening)

Die Polygraphie ist eine Untersuchung zur Erfassung von Atmung, Herzfrequenz und Schlafverhalten während der Nacht. Sie dient vor allem der Diagnose von schlafbezogenen Atemstörungen, wie dem Schlafapnoe-Syndrom. Sie erhalten ein handliches Messgerät, das zu Hause während des Schlafs getragen wird. Über Sensoren an Nase, Brust und Fingern werden Atmung, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz und Körperlage aufgezeichnet. Die Untersuchung ist schmerzfrei, einfach durchzuführen und liefert realistische Ergebnisse im gewohnten Schlafumfeld. Durch die Auswertung können wir erkennen, ob bei Ihnen nachts Atemaussetzer oder Sauerstoffabfälle auftreten, welche  möglicherweise die Ursache von verringerter Leistungsfähigkeit, Schläfrigkeit und Erschöpfung oder sogar von Bluthochdruck oder anderen Erkrankungen sein können.

Blutuntersuchungen zur kardiovaskulären Risikoabschätzung

Blutuntersuchungen spielen eine zentrale Rolle bei der Beurteilung Ihres persönlichen Herz-Kreislauf-Risikos. Sie liefern wichtige Informationen über Ihren Stoffwechsel, Entzündungswerte und Gefäßgesundheit. Besonders relevant sind die Bestimmung von Cholesterin- und Blutfettwerten, Blutzucker, HbA1c (Maß für die langfristige Blutzuckerkontrolle) und Nierenwerten. Auch Marker für Entzündungen oder spezielle Herzmarker können Hinweise auf Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems geben. Die Untersuchung erfolgt durch eine einfache Blutabnahme und hilft, Risikofaktoren wie Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus oder Nierenschwäche frühzeitig zu erkennen. Auf Basis der Ergebnisse lässt sich Ihr individuelles Risiko für Herzinfarkt,  Schlaganfall oder Herzschwäche besser einschätzen und gezielt vorbeugen.

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